Pünktlich zur Öffnungszeit um halb elf war ich beim Government Museum.

Government Museum
Ich begann zunächst in der Münzabteilung, ein separates Gebäude, in der Münzen von der Sangam Chola Periode (ca. 300 v. Chr. bis 200 n. Chr.) bis ins 19. Jahrhundert zu sehen sind.
Ich konzentrierte mich insbesondere auf die Zeit der Chola, sowohl Sangam- als auch Chola Periode.

Goldmünze aus der Zeit von Kulottunga Chola I. (1070-1122)
Danach wechselte ich das Gebäude und nahm Fotos von Steinfiguren der Pallava Periode (600-850), der frühen (850-1100) und späten Chola Periode (1100-1350), der Periode von Vijayanagar (1350-1600) sowie der Modernen Periode (ab 1600) auf.

Steinfiguren aus der frühen Chola Periode, Ardhanareswara, Tripurantaka und Tripurasundari (v.l.n.r.)
Eine Etage höher sind Steintafeln mit Inschriften ausgestellt. Diese Inschriften sind in unterschiedliche Sprachen geschrieben, bspw. in Nagari, Canarese Telugu, Pallava Grantha, Chola Script oder Brahmi.

Steintafel mit Inschrift in Canarese Telugu, späte östliche Chalukya
In einem Raum befanden sich verschiedene Copper Plates (Kupferplatten) mit Inschriften aus der Zeit der Pallava, Chola, Chera und Pandya.
Die Kupferplatten der Chola, die zum großen Teil beidseitig in Sanskrit, Tamil bzw. Grantha beschrieben sind und Auskunft über Spenden (Geld oder Land) geben, beeindrucken nicht nur durch ihre Anzahl (Set von 31, 57 und 85 Platten) sondern auch durch ihre Maße.

Set von 85 Kupferplatten (Chola)
Die Platten, die an einem Ring aufgefädelt sind und mit einem Siegel zusammengehalten werden, sind etwa 25 cm lang und etwa 15 cm hoch.

das Siegel
Auf dem Weg zu der Galerie mit den Bronzefiguren sah ich im Außenbereich weitere Steinfiguren aus der Pallava- und Chola Periode sowie der Zeit der Herrschaft von Vijayanagar und Moderne Periode.
Hierbei konzentrierte ich mit wieder auf die zahlreichen Figuren aus der Zeit der Chola.

Bhairava, 13th Century A.D., Later Chola Period, Acc. No. 45 – 18 / 94
Gegen halb zwei ging ich dann in die Bronzegalerie, die komplett neu arrangiert worden ist.
Es sind Bronzefiguren des Shivaismus zu sehen, die verschiedene Formen Shivas zeigen, des Vishnuismus, die verschiedene Formen Vishnus darstellen, sowie Figuren des Bhuddismus und Jainismus.

Mahishasuramardini, Tiraikkadu, Undivided Thanjavur District, 11th Century A.D., Acc. No. 273
Etwa 86 Figuren habe ich im Erdgeschoss fotografiert, 58 Figuren fehlen noch. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind auch noch Bronzefiguren ausgestellt.
Ich zählte sie durch, wobei ich nur die Schilder mit den Angaben berücksichtigte. Es gibt tatsächlich Figurengruppen, bestehend aus drei oder vier Figuren, die unter einer Accession Number laufen.
In der Summe sind es noch 309 Figuren, wobei ich soweit möglich auch dessen Rückseiten aufnehme. Die Lichtbedingungen sind leider nicht gerade wünschenswert, teilweise sind Spots defekt oder komplett ausgefallen und Reflexionen lassen die Figur nicht im nötigen Kontrast erscheinen.
Zumindest ist es hier teilweise klimatisiert. Morgen setze ich meine Fotosession fort.
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