Der Tag hätte heute nicht besser starten können, denn nachdem ich meine Mails checkte, war die erhoffte Rückantwort vom Bureau of Immigration (BOI) dabei.
Somit kann ich mit dem eVisa wie geplant am 29. Januar nach Indien zurückreisen.
Nun kann ich mir Kathmandu stressfrei und entspannt ansehen.
Zunächst wusch ich ein paar Sachen und hoffe, dass sie im kalten Zimmer trocknen werden.
Danach besuchte ich nochmals den Durbar Square in Basantapur, doch zuvor machte ich von einigen Tempeln unterwegs einige Fotos.
Zunächst stattete ich dem Seto Machhindra Nath Temple aus dem 10. Jahrhundert einen Besuch ab, der aktuell restauriert wird.

Seto Machhindra Nath Temple, erbaut: 10. Jahrhundert
Seine umstehenden Schreine und Säulen mit Metallfiguren beeindrucken mich immer wieder. Als nächstes lag der Akash Bhairab Temple auf dem Weg, der mit seinen metallenen Figuren wieder ein tolles Fotomotiv war.

Akash Bhairab Temple
Hier eine Figur im Detail.

Metallfigur am Akash Bhairab Temple
Am Durbar Square machte ich Fotos vom achteckigen Temple Chyasin Dega, der 1649 errichtet und beim Erdbeben 2015 zerstört wurde.

Chyasin Dega, erbaut: 1649
Ebenso wurde der Narayan Temple aus dem Jahr 1690 zerstört und wieder neu aufgebaut.

Narayan Temple, erbaut: 1690
Auch der Maju Dega Temple von 1692 wurde vom Beben zerstört und wieder aufgebaut.

Maju Dega Temple, erbaut: 1692
Anschließend besuchte ich den Lohan Chowk, errichtet 1770, und den Nasal Chowk, errichtet im 17. Jahrhundert.
Dort erfuhr ich, dass China in Zusammenarbeit mit nepalesischen Handwerkern die zerstörten Tempel mit Hilfe alter Methoden und Materialien wieder aufbauten.
Auch wenn einige Tempel wiedererrichtet werden müssen, wie bspw. der Shiva geweihte Mahendreswor Temple aus dem Jahr 1562 sowie ein weiterer Narayan Temple, sehe optimistisch in die Zukunft.

ein weiterer Narayan Temple (vom Erdbeben 2015 zerstört)
Als letztes ging ich in den Kumari Ghar, 1757 von König Jaya Prakash Malla errichtet, und wartete darauf, dass sich die lebende Inkarnation der Göttin Taleju zeigt.
Diese Kumari, sie ist eine von vielen anderen Kumaris, ist die wichtigste lebende Göttheit und wird in einem strengen Auswahlverfahren ermittelt. Ob die Auserwählte letztlich dieses rituelle Amt bekleidet, steht ihr frei zu entscheiden.

Holzschnitzerei im Kumari Ghar, erbaut: 1757
Im Himalayan Java Coffee aß ich Mittag und trank einen starken Kaffee.
Einen Abstecher zum Dharahara konnte ich mir dennoch nicht verkneifen und der Reiz wieder hinaufzusteigen, wie bereits 2014, war einfach zu groß.
Doch leider kann ich erst morgen auf den Turm steigen, heute war er geschlossen.
Neben dem neu errichteten Turm, der im Durchmesser dicker ist als der alte und auch erdbebensicher sein soll, steht der Stumpf des alten Dharahara.

neuer und alter Dharahara
Da beide Türme annähernd die gleiche Höhe haben, wirkt der neue Turm auf Grund des größeren Durchmessers etwas gedrungen.
Unterwegs entdeckte ich dieses Kunstwerk an einer Hauswand.

Streetart
Im Revolution Café ließ ich es mir bei Kaffee und Kuchen gut gehen.
Das Kathmandu Valley mit den Durbar Squares von Basantapur (Hanuman Dhoka), Patan und Bhaktapur, die buddhistischen Stupas von Swayambhu und Boudhanath sowie die Hindu Tempel von Pashupati und Changu Narayan stehen seit 1979 auf der Unesco Welterbeliste.
Morgen werde ich nach dem Frühstück nach Patan/Lalitpur fahren, um den dortigen Durbar Square sowie das Museum zu besuchen.
Da der Goldene Tempel oder auch Hiranya Varna Mahavihar ganz in der Nähe ist, statte ich diesem auch noch einen Besuch ab. Schließlich habe ich zu diesem Tempel ein eBook geschrieben.
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