Heute morgen stand ich um sechs Uhr auf und ging zum Gadisar Lake. Dort machte ich von den Chhatris im See beim Sonnenaufgang Fotos.

Danach suchte ich mir eine Stelle, von wo aus ich das Jaisalmer Fort während des Sonnenaufgangs fotografieren konnte.

Sonnenaufgang Jaisalmer Fort

Sonnenaufgang Jaisalmer Fort

Ich legte auf dem Weg zum Fort einen Zwischenstopp ein, um das Teleobjektiv wegzubringen, und ging dann zum Raj Mahal.

Raj Mahal, Königspalast

Raj Mahal, Königspalast

Neben Waffen sind auch Gegenstände des täglichen Lebens vorhanden.

Schwerter, 18. bis 19. Jahrhundert

Schwerter, 18. bis 19. Jahrhundert

Ein paar Skulpturen sind auch ausgestellt.

Belly Dancer, Lord Rama, Mirror Viewing, 15th CE

Belly Dancer, Lord Rama, Mirror Viewing, 15th CE

Am Palast finden Restaurierungsarbeiten statt. Dabei bedient man sich alter Methoden, um einen Mörtel herzustellen.

So wird das Baumharz der Commiphora, Samen des Bockshornklees (Fenugreek) sowie Rohrzucker (Jaggery) aufgekocht und mit Sand vermischt.

Commiphora, Jaggery, Fenugreek

Commiphora, Jaggery, Fenugreek

Diese Masse hält den gelben Sandstein dann zusammen.

In einigen Räumen des Palastes sind die typischen Wandmalereien mit Glas- und Spiegelglaseinlagen zu finden.

Malereien im Rang Mahal

Malereien im Rang Mahal

Der Königsthron, bei dem acht Löwen die Lehnen bilden und der Singh Hasan, Sitz des Löwen genannt wird, wird ausschließlich für die Krönungszeremonie des Königs verwendet, Diese Zeremonie nennt sich Raj Tilak.

Königsthron

Königsthron

Der Schirm hinter dem Thron, Megadam Ba Chhatram, soll den Schutz von Lord Krishna gewähren.

1982 wurde der Maharawal Brijraj Singh im Alter von 14 Jahren zum König gekrönt.

Der Besucher wird durch enge Gänge vom Königspalast, Raj Mahal, zum Königinnenpalast (Rani Ka Mahal) geleitet.

Blick auf das Fort und die Stadt

Blick auf das Fort und die Stadt

Nach diesen etwas zwei Stunden dauernden Besuch ging ich zu den Jaintempeln. Ich kaufte mir vorher schon ein Eintrittstickert. Einlass war bei zwei Tempeln erst um elf Uhr.

In den Tempeln stehen zahlreiche Tirthankaras. Im Chandraprabhu Temple stand im Schrein der erste Tirthankara Rishabhanatha, erkennbar am Bullen als Symbol.

Tirthankaras

Tirthankaras

Die Steinmetze haben auch hier außergewöhnliche Arbeit geleistet, denn die Sandsteinblöcke wurden außerhalb des Tempels mit all den Figuren und Verzierungen behauen und anschließend zusammengefügt.

Shiva und Parvati

Shiva und Parvati

Nach Aussage des Priesters sollen die Arbeiten zu den sieben Tempel der Jain etwa 250 Jahre gedauert haben. Wobei ich da so meine Zweifel habe. Fakt jedoch ist, dass dieser genannte Tempel 1453 errichtet wurde.

Der Parsvanath Temple, der gleich neben den anderen steht, wurde 1416 während der Regentschaft Maharawal Jai Singh gebaut und ist nicht nur der älteste Tempel auf dem Areal, er ist auch der schönste.

Wasserspeier

Wasserspeier

Anschließend aß ich wieder bei Kuku Coffee Shop.

Von dort aus besuchte ich die alten Havelis, z.B. das Salam Singh Ki Haveli (Moti Mahal), das Mehra Haveli, das Kothari’s Patwon Ki Haveli (Patwa Haveli) sowie das Nathmal Ki Haveli.

Patwa Haveli

Patwa Haveli

Letzteres zeigt, wie reichhaltig diese Händlerhäuser ausgestattet sind.

Nathmal Ki Haveli

Nathmal Ki Haveli

Desweiteren beeindrucken sie mit in gelben Sandstein gemeißelten floralen Elementen.

Raum im Haveli

Raum im Haveli

Mit dem Tuk Tuk fuhr ich zu den Chhatris der Brahmanen Vyas Chhatri. Dort traf ich Edmund aus Spanien, der ebenfalls das Jaisalmer Fort von hier aus bei Sonnenuntergang fotografieren wollte.

Vyas Chhatri

Vyas Chhatri

Wir unterhielten uns über alles mögliche und beschlossen nach der Fotosession gemeinsam ein Kingfisher Bier auf dem Dach seines Hotels zu trinken.

Sonnenuntergang Jaisalmer Fort

Sonnenuntergang Jaisalmer Fort

Morgen leihe ich mir einen Scooter und werde zu den knapp zehn Kilometer nördlich von Jaisalmer gelegenen Royalen Kenotaphen Bada Bagh fahren.

Auf der Rückfahrt besuche ich dann noch das Government Museum, weil es auf dem Weg liegt.