Diese Nacht war sehr unangenehm für mich und an schlafen war nicht zu denken, denn offenbar vertrage ich Malarone nicht, welches ich die letzten zwei Wochen prophylaktisch nehmen wollte.
Es löste bei mir heftigen Durchfall aus.
Demzufolge fiel mein Frühstück heute eher spärlich aus, eine Scheibe Weißbrot, etwas Obst und Pfefferminztee.
Kurz nach acht Uhr fuhr ich in Richtung Meserani, ein kleines Dörflein etwa 25 Kilometer von Arusha entfernt, um den dortigen Meserani Snake Park zu besuchen.
Hier konnte ich mir einen Überblick über die in Afrika vorkommenden Schlangen machen und glaubt mir, es gibt eine Mengen davon in den unterschiedlichsten Lebensräumen.
In den Terrarien sind Schlangen untergebracht, die sowohl durch Gift- als auch durch Würgen töten können.
Einige dieser Giftschlagen injizieren das Gift entweder durch Biss, z.B. die Gabunviper, oder durch speien in die Augen, z.B. die Kobra.
Einige Gifte wirken neurotoxisch innerhalb von 20 bis 60 Minuten, z.B. die der grünen oder schwarzen Mamba, und führen meist zu Störungen der Reizweiterleitung im Herzen. Mit dem schnellen Verabreichen des Gegengiftes steigen die Überlebenschancen.
Andere Gifte wirken hämolytisch, z.B. das der Gabunviper, welches das Gerinnen des Blutes aufhebt. Hier ist ein Überleben nur durch eine komplette Bluttransfusion möglich.
Darüber hinaus gibt es Gifte die cytotoxisch wirken, z.B. das der Kobras, d.h. das Gift wirkt in den Augen zellschädigend und führt unbehandelt meist zum Erblinden oder schweren Augenschäden.
Die meisten Schlagen verfügen über eine Mischung aus allen der oben angeführten Giftarten.
Die schwarze Mamba mit ihrem schlanken hellbraunen Kopf und ihren alles fixierenden Augen hat es mir besonders angetan. Die Schlange sieht elegant und schön aus und ist dennoch gefährlich.
Sie wird übrigens deshalb so genannt, weil der Racheninnenraum der Schlange schwarz ist. Sie erreicht eine durchschnittliche Länge von 2,50 m und kann bis zu 20 km/h schnell sein.
Der Park beherbergt auch unterschiedliche Arten von Schildkröten, Krokodilen und Leguanen Waranen.
Außerdem wird er von den verschiedensten Vogelarten aufgrund von Futter- und Wasservorkommen angeflogen.
Ich verbrachte etwa zwei Stunden im Park und ging anschließend in das gegenüberliegende Maasai Cultural Museum.
Hier konnte ich etwas über das Leben der Maasai erfahren, die Art wie sie ihre Ansiedlungen (Boma) bauen, ihre Werkzeuge und Waffen sowie ihre Rituale. Ich habe mir sagen lassen, dass die Maasai ein sehr starkes Bier brauen. Das hätte ich zu gerne probiert.
Der Eintrittspreis schließt beides ein, Park und Museum.
Nach dem Museumsbesuch fuhr ich zurück nach Arusha und gönnte mir Bruschetta und Kaffee in einem afrikanischen Café mit italienischem Flair.
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