Wieder erst um sieben Uhr aufgestanden und eine Schüssel Cornflakes gefuttert.
Gegen halb neun fuhr ich zur Tempelstadt Srirangam, die auf einer Insel zwischen dem Fluss Kaveri und dessen Seitenarm Kollidam liegt.
Hier besuche ich den Sri Ranganatheswamy Temple, dem wichtigsten vishnuistischen Heiligtum Tamil Nadus.
Die ältesten Teile dieses Tempels stammen aus der Zeit von Chola-König Parantaka I. (907-955), dessen Nachfolger erweiterten diesen Tempelkomplex massiv. Dieser Tempel, der ein herausragendes Beispiel des Dravida-Stils der hinduistischen Tempelarchitektur darstellt, wird von sieben Mauerringen mit 21 Tortürmen (Gopurams) umschlossen.
Der gesamte Komplex ist etwa 960 m lang und 825 m breit.
Das eigentliche Tempelareal befindet sich zwischen den vier innersten Mauerringen in denen sich eine Vielzahl von Schreinen, Säulenhallen und Korridore befinden.
Nicht weniger bedeutsam ist der Sri Jambukeshwara Temple, dessen älteste Mauern aus dem 10. Jh. stammen.
Dieser Tempel ist Shiva in seiner Erscheinungsform als Jambukeshwar gewidmet; hier soll sich Shiva im Element Wasser manifestiert haben. Damit gehört der Tempel zu den Fünf-Elemente-Tempeln.
Der Haupttempel ist nur für Hindus zugänglich, aber für angeblich 250 INR sollen auch Nicht-Hindus hineinkommen. Ich habe darauf verzichtet.
Wie in den anderen Tempeln auch, sind die Steinsäulen der Mandapas mit Reliefs verziert, es sind sowohl menschliche als auch tierische, florale und religiöse Motive zu finden.
Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Areal ist das etwa 73 m lange und etwa 25 m breite Thousand Pillars Mandapam mit seinen etwa 6 m hohen Granitsäulen.
Die Hall mit aktuell 953 Säulen wurde während Vijayanagara Periode (1336–1565) erbaut.
Hier das Panorama vom Thousand Pillars Mandapam.
Auf dem Rückweg in einer Seitengasse entdeckte ich einen alten Prozessionswagen aus Holz, dessen Größe mich ziemlich beeindruckt hat.
Etwa vier Stunden verbrachte ich in dem Tempelkomplex, bevor ich mit dem Tuk Tuk zu Domino’s Pizza fuhr. Anschließend nahm ich den Bus zurück zum Hotel. Zum Halten pfiff der Kontrolleur auf einer Trillerpfeife und schon blieb der Bus einen kurzen Augenblick stehen, schon witzig.
Abschließend ging ich zur St Mary’s Cathedral, die momentan noch eine Baustelle ist. Mit dem Bau dieser Kathedrale wurde 2011 begonnen und soll in drei Monaten eingeweiht werden.
Panorama vom momentanen Zustand des Kirchenschiffs.
Als Highlight stieg ich der Kathedrale sprichwörtlich aufs Dach.
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