Wieder sechs Uhr aufgestanden, danach Frühstück und um acht Uhr Aufbruch nach Dingboche.
Es ist so kalt, dass der Atem an der Fensterinnenseite über Nacht gefror. Die Temperaturen dürften Nachts auf minus fünf Grad gefallen sein.
Der Aufstieg hat es wieder in sich, aber die atemberaubende Landschaft entschädigt. Ang ließ mir die Wahl, den einfachen Weg nach Dingboche oder den schwereren Weg zur Pangboche Monastery. Ihr dürft raten für welchen Weg ich mich entschied. Die Pangboche Monastery ist mit 680 Jahren eine der ältesten in der Khumbu Region und enthält etwa 200 bis 300 Jahre alte bemalte Holzplatten, die Buddha darstellen.
Lama Sangwa Dorje brachte diese Relikte mit und baute diese Gompa. Seine zwei Brüder bauten weitere Monasteries in Thame und in Gumela in der Nähe von Phakding.
Das Buch aus dem der Prediger rezitiert ist etwa 700 Jahre alt und in einer Art Buddhasprache, bestehend aus tibetischer und sherpa-Sprache, geschrieben.
In Shomare war dann Lunchtime in der Jumeli Lodge & Restaurant. Damit habe ich erstmals die 4.000 m erreicht. Vor mir ragt der Ama Dablam mit seinen 6.814 m auf und entschädigt für alle Plackerei.
Wo es entspannt abwärts geht, kann es nur doppelt so steil aufwärts gehen. Gegen halb drei Nachmittags erreichten wir Dingboche auf 4.340 m Höhe und ließen uns in der Holiday Inn Lodge & Restaurant nieder. Gemeinsam sitzen wir in der Küche und essen heiße Kartoffeln mit einer Soße aus Nak-Käse und Chilli.
Yak ist das männliche und Nak das weibliche Tier. Von Yak-Käse zu sprechen wäre in der Tat Käse.
Bevor es Abendessen gibt, sitzen wir alle am heißen Ofen. Im Prinzip hat jeder das gleiche Ziel: das Everest Base Camp und den Kala Patthar. Der Eine langsamer, der Andere schneller.
Die klare Nacht lädt zum Fotografieren ein. Ich habe ein paar Fotos vom Ama Dablam gemacht. Die Plejaden durften auch nicht fehlen. Bei dieser klaren dunklen Nacht habe ich Sterne gesehen, die uns in den Städten verborgen bleiben. Das frieren hat sich also gelohnt.
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