kreuz und quer durchs Leben

Monat: Januar 2011

Mit dem Internet zur Demokratie

Nichts ist mehr so, wie es einmal war. Die Luft für machtbesessene Despoten und Diktatoren wird zunehmend dünner.

Das Internet und die damit einhergehende soziale Vernetzung, erlaubt es den Bürgern, einen Blick über die Grenzen des Landes zu werfen und sich der staatlichen Doktrin zu entziehen. Sie schafft die Grundlage, Massenproteste in einer atemberaubenden Geschwindigkeit zu organisieren, deren Größe von den Staatsorganen völlig unterschätzt wurde.

Diese unangenehme Erfahrung musste schon Zine el-Abidine Ben Ali machen. Ausgehend von den Ereignissen in Tunesien glaubt Muhammad Husni Mubarak, mit Abschalten des ägyptischen Internets diese Demokratiebewegung im Keim ersticken zu können. Eine völlige Fehleinschätzung.

Der Gedanke an Freiheit und Demokratie ist bereits derart in den Köpfen der Leute verankert, dass eine Rückkehr zum autokratischen System unumkehrbar ist.

Die Tunesier und Ägypter haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Sie betreten demokratisches Neuland und dabei wünsche ich ihnen viel Erfolg.

Für Diktatoren heißt es: GAME OVER!

Völlig überraschend

Seit zwei Tagen fehlen die Gardinen an der Tür der Wohnung unter mir. In ihr wohnte eine freundliche ältere Dame. Ich ging davon aus, dass sie ins Altersheim gezogen wäre, da sie seit einem Schlaganfall halbseitig etwas gelähmt war. Trotz ihrer Einschränkung machte sie regelmäßig die Treppe und traf sich mit Freundinnen beim Bäcker zum Kaffee.

Gerade traf ich den Hausmeister und erkundigte mich nach der Mieterin. Er sagte mir, dass sie letzte Woche wegen starken Schmerzen zum Arzt ging, der sie dann umgehend ins Krankenhaus einliefern ließ. Zwei Tage später starb sie.

Weshalb ich das hier schreibe, wo ich sie doch eigentlich gar nicht richtig kannte?

Ganz einfach, wenn ich es eilig hatte machte sie mir stets Platz auf der Treppe, weil sie mich stets mit ein freundlichen “Guten Morgen” in den Tag schickte oder einfach nur, weil ich diese nette Dame nicht einfach so vergessen will.

Massenfütterung

Mit dem Nachweis von Dioxin in Eiern sowie in Geflügel- und Schweinefleisch hat Deutschland wieder einen handfesten Lebensmittelskandal. Technische Fette gelangte in Futtermittel, wo sie eigentlich nichts zu suchen haben.

Ministerin Aigner fordert Konsequenzen bei den Futtermittelherstellern, lässt aber konkrete Lösungsansätze vermissen. Sie bläst heiße Luft in die Welt und überlässt dieser Lobby in altbekannter Manier, die Ausgestaltung neuer Richtlinien. Das sich an diesen Zuständen nichts ändern wird, dürfte jedem klar sein, bei den chronisch unterbesetzten Kontrollbehörden.

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Geblockt

Schreibblockaden begegnet man am Besten, in dem man schreibt.

So mein bisheriger Erkenntnisgewinn. Grund derartiger Blockaden kann hoher Erwartungsdruck sich selbst gegenüber oder einfach nur Stress sein. Stress hatte ich die letzten Wochen reichlich, wenn man bedenkt, dass ich bei der Firma mit den zwei roten Buchstaben ganz am Anfang des Alphabets arbeite und diese so ihre Probleme mit jährlich wiederkehrenden Witterungserscheinungen hat.

Das einzige was dort momentan klappt, sind die Türen und die auch nur dann, wenn sie nicht eingefroren sind. Aber ich schweife schon wieder in Richtung Bahn ab, über die ich nicht mehr schreiben will.

Und schon bin ich wieder beim Thema Schreiben. Die tollsten Stories bei der Bahn sollte ich mir künftig notieren und anschließend in gedruckter Form veröffentlichen. Damit hätte sich dann das Problem mit der Schreibblockade ganz von selbst gelöst.

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